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Mathematikerwitze

                      Scheisse: 'segmentation fault: core dumped'..." Und zu guter Letzt meint ein Jurist:
                   - "Sacht ma', Jungs, was macht Ihr Euch es denn so schwer?
                      Nehmen wir doch mal 1. Das ist eine Primzahl. Da ham wa
                      doch unseren Praezedenzfall..."

                   Pruefungstag in Physik. Auf der Heizung liegt ein Ziegelstein.
                   Der Pruefling betritt den Raum.
                   Der Pruefer fragt: "Warum ist der Stein auf der der Heizung
                                      abgewandten Seite waermer?"
                   Pruefling: "Aehh [stammel], vielleicht wegen Waermeleitung und so?"
                   Pruefer: "Nein, weil ich ihn gerade umgedreht habe."

                   Informatiker sind die besten Ueberlebenskuenstler Man stelle sich einmal einen
                   Informatiker im tiefsten Winter
                   in einem dunklen Wald von hungrigen Woelfen gejagt vor. Hier
                   ist der Informatiker geradezu in seinem Element. Er steht
                   naemlich vor einem Problem, und solche zu loesen hat er ja waeh-
                   rend seines Studiums sehr ausfuehrlich und muehsam erlernt. Das
                   Problem ist zwar bereits gegeben, aber irgendwann einmal hat
                   er vor langer, langer Zeit gelernt, dass ein Problem erst spe-
                   zifiziert sein will. Er beginnt also:
                   Gegeben:    Landschaft mit 1 Informatiker und n Woelfen, n aus NAT
                   Gesucht:    Landschaft mit 1 Informatiker und keinen Woelfen
                   Loesungsweg: Woelfe mit einem Pruegel verjagen.
                   Sicher kann sich unser Informatiker denken, dass das Problem
                   nicht einfach zu loesen ist. Also beginnt er, es in Teilpro-
                   bleme zu zerlegen. Etwa in n Teilprobleme:
                           fuer alle i aus (1..n): den Wolf i verjagen.
                   Nun ist unser Informatiker uebergluecklich. Er benutzt eine
                   simple FOR...NEXT-Schleife, in der er nacheinander die n Teil-
                   probleme loest und somit seine Teilloesungen sogar schon zu
                   einer Gesamtloesung zusammengesetzt hat. Dass der Algorithmus
                   korrekt ist und terminiert, hat unser Informatiker schnell
                   bewiesen. Was nun weiter geschieht, ist typisch, wenngleich
                   es zwei Moeglichkeiten gibt.
                   Fall 1 - Wir haben einen Durchschnittsinformatiker vor uns.
                   In Ermangelung eines Rechners benutzt er sich selbst als Ma-
                   schine und laesst das Programm auf sich ablaufen. Er beginnt
                   damit, den Wolf Nr. 1 zu verjagen, kommt zu Wolf Nr. 2, doch
                   spaetestens jetzt hat ihn ein Wolf, der laut Algorithmus noch
                   gar nicht an der Reihe ist, ins Bein gebissen, worauf er in
                   Panik geraet, das ganze schoene formale Denken vergisst und ein-
                   fach instinktiv die Flucht ergreift. Spaeter dann, wenn er in
                   Sicherheit ist und wieder klar denken kann, bricht eine ganze
                   Welt in ihm zusammen. Dies kommt davon, wenn man sich als
                   Durchschnittsinformatiker mit praktischen Problemen beschaeftigt.
                   Fall 2 - Ganz anders, wenn wir einen hochbegabten, mathema-
                     tisch besonders geschulten Informatiker aus Karlsruhe
                     in die Wildnis schicken, der schon nach dem 3. Se-
                     mester das Vordiplom und nach dem 7. das Hauptdiplom gemacht hat.
                   Er sieht zwar n Woelfe, zweifelt jedoch daran, dass die Zahl der
                   Woelfe ohne sein Zutun konstant bleiben wird. Es koennten ja
                   waehrend des Verjagens eine noch nicht verjagte Woelfin Junge
                   werfen. Um den Aufwand des Woelfeverjagens unter diesem Aspekt
                   abzuschaetzen, muss zuerst eine Differentialgleichung geloest
                   werden, ganz abgesehen davon, dass das Problem neu spezifiziert
                   werden muss. Mit Erschrecken stellt unser Informatiker fest,
                   dass ab einem bestimmten n der Algorithmus nicht mehr terminiert
                   (es werden in gleicher Zeit mehr Junge geworfen, als er Woelfe
                   verjagen kann). Er wird also eine neue Spezifikation vornehmen.
                   Gegeben:    Ort a mit n Woelfen und 1 Informatiker, ein Ort b;
                   Gesucht:    Ort a mit n+k Woelfen (k ist die Anzahl der zwi-
                               schenzeitlich geborenen Woelfe), ein Ort b ohne
                               Woelfe mit mindestens einem Informatiker.
                   Loesungsweg: Flucht von Ort a nach Ort b.
                   Nach Ausfuehrung seines Algorithmus trifft er dann auf unseren

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