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Das Leben des Brian - Life of Brian

                                     -Sieh mal Brian: wenn DIE
nicht gewesen wären, hätten wir dann all das hier?
                                      Das darfst du niemals
vergessen.
                                      -Wir schulden den
Römern nicht das geringste.
                                     -Naja... das ist nur die
halbe Wahrheit, verstehst du, Brian.
                                      -Was meinst du damit?

                                     -Nun-ja. Du weißt, du hast
mich ja schon öfter gefragt, nach aehh...
                                      -...meiner Nase?

                                     -Ja. Weißt du, es gibt
einen Grund dafür, warum sie so ist, Brian.
                                      -Sag ihn mir.
                                     -Nun-ja. Ich glaube, es
wäre besser gewesen, ich hätte es dir schon längst gesagt

                                      aber...
                                      -Was?
                                     -Also Brian: dein Vater ist
nicht Schmul Kohn.
                                      -Das habe ich auch
nie geglaubt.
                                     -Erlaube dir keine
Frechheiten. Es war ein Römer, Brian. Er war Zenturio in der

                                      Römischen Armee.

                                      -Du meinst, du bist
vergewaltigt worden?
                                     -Naja. Zuerst schon.

                                      -Wer war es?
                                     -Nixus Minimax war sein
Name. Hmmm. Er versprach mir die ganze bekannte Welt. Er
                                      wollte mich mitnehmen,
nach Rom. Ein Haus am Forum, Sklaven, Eselsmilch. Soviel
                                      Gold wie ich nur
essen könnte Und dann: nachdem er es mit mir getrieben hatte:

                                      Wumm. Wie eine Ratte
aus einem Aquädukt.
                                      -Dieser Mistkerl.

                                     -Ja. Also wenn Du mir das
nächste mal wieder mit "-Scheiß Römer" kommst, mein

                                      Sohn, vergiss nicht:
du bist einer von ihnen.
                                      -Ich bin kein Römer,
Mama! Und ich werde niemals einer sein. Ich bin ein Jude.
                                       Sohn Israels. Ein
Haebraeer, eine Hakennase. Ich bin Koscher, Mama. Ich bin ein

                                       Rotes-Meer-Jogger.
Und ich bin stolz darauf.
                                     -Poeh. Sex, Sex, Sex. Das
ist alles woran sie denken. Na? Wie geht's uns denn,
                                      Herr Hauptmann?

                                      

                                     6.Szene: Das Kolosseum,
Jerusalem: "Childrens Matinee". Viele Menschen.
                                             
Charakter: Ansager, Brian, Judith, Rech, Francis, Stan/Loretta
und
                                                        
der "Menschenstueckenwegtrager"

                                     Meine Damen und Herren.
Der nächste Wettbewerb wird ausgetragen zwischen Drusus
                                     dem Friedfertigen und...
der mazedonischen Daumenschraube Boris Feinbrandt.

                                     -Eine Tüte für sie.
Danke gnädige Frau. Lerchenzungen! Zaunkoeniglebern! Buch-

                                      finkenhirne!
Gefüllte Jaguarohrlaeppchen! Wolfzitzenschips! Greifen sie zu,

                                      solange sie noch heiß
sind. Hier gibt es die feinen gesalzenen Lerchenzungen,

                                      Zaunkoeniglebern...

                                      -Ich muss dir sagen,
Rech. Jede antiimperialistische Gruppe wie die unsere muss

                                       eine solche
Interessendivergenz innerhalb ihrer Machtbasis reflektieren.

                                       -Einverstanden.
Francis?
                                        -Ja. Ich
glaube Judiths Gesichtspunkt ist sehr Stichhaltig. Vorausgesetzt,

                                         die
Bewegung vergisst niemals, dass es das unveräußerliche Recht
eines jeden
                                         Mannes
ist...
                                         -Oder
Frau...
                                        -...oder Frau,
dass er sich selbst verachtet.
                                         -Oder
sie sich selbst...
                                        -...oder sie
sich selbst.
                                       -Einverstanden.

                                        -Danke Bruder.

                                         -Oder
Schwester...
                                        -...oder
Schwester. Ähhh. Wo war ich?
                                       -Ich glaube, du
warst fertig.
                                        -Oh. Richtig.

                                       -Darueberhinaus ist
es das Geburtsrecht eines jeden Mannes..
                                         -Oder
Frau...
                                       -Warum hörst du
nicht endlich mit den Frauen auf? So kommen wir zu keinem
                                        Ende.
                                         -Die
Frauen haben ein natürliche Recht, in unserer Bewegung eine
Rolle zu
                                         
spielen.

http://www.udo-woehrle.de/witze/Witzebox/LIFE_OF_BRIAN.HTM[25.02.2017 10:48:48]
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